Basistechnologien für die Fusion – auf dem Weg zu einem Fusionskraftwerk
SHARP
Skalierbare High Power Reflektoren für Petawatt
Motivation
Die kommerzielle Nutzung der Laserfusion erfordert Repetitionsraten im Zehntelsekundentakt, was extrem hohe Anforderungen an optische Elemente und Spiegel hinsichtlich Strahlungsfestigkeit und thermischer Belastbarkeit stellt. Aktuelle Großoptiken erfüllen diese Anforderungen nicht. Eine hohe Spiegelreflektion (R > 99,5%) und Laserzerstörschwellen von einigen J/cm² für fs-Pulslängen sind unerlässlich und erfordern perfekte Substrate sowie höchste Präzision in der Schichtabscheidung. Für die Anwendung sind zudem thermische Aspekte zu beachten.
Ziele und Vorgehen
Das übergeordnete Ziel des Verbundprojekts SHARP besteht daher darin, eine neue Generation an großskaligen Hochleistungsspiegelsystemen zu entwickeln, die den Anforderungen zukünftiger Petawatt-Laserfusionsreaktoren gerecht werden.Ein zentraler Aspekt ist das Verständnis der thermischen Eigenschaften in Bezug auf Substrat, Material, Beschichtungstechnologie und Design. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit wird die gesamte Wertschöpfungskette abgedeckt, um die wissenschaftlichen Grundlagen bis zur praktischen Demonstration auf Komponentenlevel zu erarbeiten.
Innovation und Perspektiven
Die Herausforderung besteht darin, dass die Laserspiegel der bis zu 400 Beamlines extremen Belastungen über lange Zeiträume standhalten müssen. Die geplanten Parameter für Laserfusionsreaktoren kombinieren hohe Laserpulsenergien mit sehr hoher mittlerer Leistung. Für die Realisierung der neuartigen Systeme werden kombinatorische Schleif- und Polierprozesse für neue Superpolituren entwickelt. Gleichzeitig werden Methoden zur Abtragung imperfekter Substratoberflächen und Reinigungsstrategien erforscht. Thermische Stabilisierung und aktive Kühlung sind zudem zentrale Forschungsfragen. Neuartige Kühlstrukturen in Glassubstraten sowie thermomechanische Effekte fließen in die Schichtentwicklung ein. Innovative Ansätze wie quantisierende Nanolaminate und optisch transparentes Diamond-Like Carbon (DLC) unterstützen die Entwicklung. Neben der Gesamtsystemverwertung im Bereich der Laserfusion ergeben sich höchst attraktive Nebenverwertungsszenarien in den Zielmärkten der high-power Laseranwendungen und Lasermaterialbearbeitung sowie insbesondere für die nächste Generation von Substraten und Beschichtungen für die EUV-Lithografie.
Presseaktivitäten der Verbundpartner
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Fraunhofer IOF: Neue Hochleistungsspiegel für die Laserfusion
PROJEKTDETAILS
Projektlaufzeit: 01.01.2025 - 31.12.2027
Projektvolumen: 9,2 Mio. Euro (zu 82,8 % durch das BMBF gefördert)
Projektvolumen: 9,2 Mio. Euro (zu 82,8 % durch das BMBF gefördert)
PROJEKTKOORDINATION
Dr. Yakup Gönüllü
SCHOTT AG
Hattenbergstraße 10
55122 Mainz
✉ yakup.goenuellue@schott.com
SCHOTT AG
Hattenbergstraße 10
55122 Mainz
✉ yakup.goenuellue@schott.com
PROJEKTPARTNER
optiX fab GmbH
Jena
SCHOTT AG
Mainz
asphericon GmbH
Jena
3D-Micromac AG
Wenden
LAYERTEC GmbH
Mellingen
robeko GmbH & Co. KG
Mehlingen
Cutting Edge Coatings GmbH
Hannover
Laser Zentrum Hannover e.V.
Hannover
Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF)
Jena
Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS)
Halle (Saale)
Jena
SCHOTT AG
Mainz
asphericon GmbH
Jena
3D-Micromac AG
Wenden
LAYERTEC GmbH
Mellingen
robeko GmbH & Co. KG
Mehlingen
Cutting Edge Coatings GmbH
Hannover
Laser Zentrum Hannover e.V.
Hannover
Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF)
Jena
Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS)
Halle (Saale)